Einschränkung der Vermögenserhaltungspflicht: Die Verbrauchsstiftung

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Möchte der Stifter ein bestimmtes gemeinnütziges Ziel nicht nur mit den Erträgen des Stiftungsvermögens, sondern auch unter Einsatz des Grundkapitals fördern, kommt die Gründung einer Verbrauchsstiftung in Betracht. Dabei darf zur Erreichung des Stiftungszweckes das gesamte Stiftungskapital aufgebraucht werden, der Grundsatz der Vermögenserhaltung ist dadurch eingeschränkt. Ist kein Grundstockvermögen mehr vorhanden, erlischt die Stiftung.
Eine Verbrauchsstiftung bietet sich daher vor allem zur Förderung zeitlich beschränkter Projekte an. Nach wohl überwiegender Ansicht muss sich der Stiftungszweck aber nicht notwendig darin erschöpfen. Teilweise wird eine Anerkennung aber davon abhängig gemacht, dass der Verbrauch des Stiftungsvermögens für die Zweckerreichung erforderlich ist. Erforderlich ist jedenfalls, dass die Stiftung so lange Bestand hat, dass ein praktisches Bedürfnis für eine rechtliche Verselbstständigung des Vermögens besteht.

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