Wie wird eine Bürgerstiftung gegründet?

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Die Gründung einer Bürgerstiftung unterliegt grundsätzlich denselben rechtlichen Regelungen wie die anderer Stiftungen. Organisatorisch tritt neben den Vorstand als gesetzlich zwingendes Stiftungsorgan ein Kontrollorgan, das meist als Expertengremium ausgestaltet ist. Daneben kann als drittes Organ die Stifterversammlung als Versammlung aller Gründungs- und Zustifter treten. Daneben resultieren aus der Zielsetzung und Struktur der Bürgerstiftung weitere Besonderheiten bei der Gründung.
Meist geht der Anreiz zur Gründung einer Bürgerstiftung von einem oder wenigen Initiatoren aus, wie z.B. Großinvestoren. Allerdings werden bereits im Gründungsprozess weitere Stifter gesucht und miteinbezogen. Dabei kann entweder durch einen kleinen Kreis von Großstiftern zunächst das Gründungsvermögen zusammengetragen werden und anschließend weitere Zustifter geworben werden. Möglich ist aber auch, dass bereits das Gründungsvermögen als solches aus Einzelbetragen einer Vielzahl von Stiftern und Stifterinnen zusammengesetzt wird.
Eine besondere Herausforderung der Bürgerstiftung liegt in der Formulierung des Stiftungszweckes. Wie andere Stiftungen auch, so ist die Bürgerstiftung in ihrer Arbeit an diesen gebunden und auf dessen Erfüllung ausgerichtet. Da die Bürgerstiftung meist von einer Vielzahl von Stiftern ins Leben gerufen wird und weiteren Zustiftern offen stehen soll, ist sie meist nicht nur auf einen einzigen Zweck gerichtet. Dabei muss der Stiftungszweck aber so eindeutig und endgültig gefasst sein, dass die Stiftungsorgane ihre Tätigkeit sinnvoll daran orientieren können.

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