Vorsicht: Verlust der Gemeinnützigkeit durch wirtschaftliche Betätigung

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Um den Stiftungen die Möglichkeit zu geben, sich zumindest teilweise selber finanzieren zu können, gestattet der Gesetzgeber gemeinnützigen Stiftungen grundsätzlich auch, sich außerhalb des gemeinnützigen, steuerbegünstigten Zwecks wirtschaftlich zu betätigen.

Solche Tätigkeiten können z.B. die Auftragsforschung für die Industrie sein oder ein Museumsshop. Jedoch darf die Stiftung in ihrem Gesamterscheinungsbild nicht als Wirtschaftsunternehmen auftreten, sondern muss trotz ihrer wirtschaftlichen Betätigung im Verhältnis überwiegend noch gemeinnützig sein. Ansonsten folgt die Aberkennung der Gemeinnützigkeit. Das Finanzamt prüft, ob die Durchführung der wirtschaftlichen Tätigkeit zu einer Einschränkung der Erfüllung des gemeinnützigen Zwecks führt. Dabei kommt es zu einer Gegenüberstellung des Umsatzes und des Personaleinsatzes des wirtschaftlichen und des gemeinnützigen Bereichs. Anhand dieser Gegenüberstellung werden beide in ein Verhältnis zueinander gesetzt und so ein „Gesamtgepräge“ gebildet. Der Umsatz und Personaleinsatz im wirtschaftlichen Bereich dürfen daher nicht überhand nehmen.

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