Auslandsspenden mit steuerrechtlichen Risiken

Artikel gespeichert unter: International


Der deutsche Fiskus honoriert Spenden über den steuerlichen Spendenabzug. Bei Spenden mit Auslandsbezug stellt sich das Problem, dass gesetzlich Spenden an gemeinnützig tätige Einrichtungen mit sitz im Ausland im deutschen Einkommensteuerrecht nur beschränkt anerkannt werden. Mit Blick auf die europäische Rechtsentwicklung werden aber jedenfalls Spenden an solche Organisationen anerkannt, die im europäischen Rechtsraum ihren Sitz haben und die Anforderungen des deutschen Gemeinnützigkeitsrechts erfüllen. Es wird allerdings auch ein sog. Inlandsbezug verlangt. D. h., dass die Wohltätigkeitsorganisation entweder Personen fördert, welche in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind, oder die Tätigkeit der Organisation zum Ansehen Deutschlands beiträgt.

An das Merkmal des Inlandsbezug werden dabei nur geringe Anforderungen gestellt. Entscheidend ist vielmehr der Nachweis der Gemeinnützigkeit nach deutschem Maßstab. Neben der Vorlage des Spendennachweises muss der Spender im Rahmen seiner Steuererklärung die Satzung, den Tätigkeitsbericht, eine Aufstellung der Einnahmen und Aussgaben, einen Kassenbericht über die Bildung und die Entwicklung der Rücklagen, die Aufzeichnung über die Vereinnahmung von Zuwendungen und deren zweckgerechte Verwendung bzw. die Vorstandsprotokolle der Organisation vorlegen. Unabhängig von dieser Situation sind Spenden an eine Organisation in einem sog. Drittland immer noch weitgehend von einem steuerlichen Spendenabzug ausgeschlossen.

Haben Sie Fragen? E-Mail an die Stiftung

« Die Insolvenz einer Stiftung     Stiftungsrecht in der Schweiz »

Themen

Links

Feeds