Sicherung der Stiftungsgründung durch Testamentsvollstreckung

Artikel gespeichert unter: Erben, Stiftungsgründung


Soll eine Stiftung erst nach dem Tod des Stifters gegründet werden (Stiftung von Todes wegen), kann ein Testamentsvollstrecker mit der Überwachung und Durchführung der Gründung betraut werden. Die Testamentsvollstreckung muss im Testament angeordnet sein, wobei alle erbrechtlichen Formvorschriften zu beachten sind.

Der Stifter kann im Testament auch den genauen Umfang der Tätigkeiten des Testamentsvollstreckers bestimmen. Er kann z.B. dazu ermächtigt werden, das Stiftungsgeschäft und die Stiftungssatzung zu verändern oder zu ergänzen, wenn nur auf diesem Weg Anerkennungshindernisse oder steuerliche Nachteile beseitigt werden können. Außerdem kann er ihm auch die Einsetzung des ersten Vorstandes übertragen werden. Soll der Testamentsvollstrecker dauerhaft für die Stiftung tätig werden, ist zu bedenken, dass eine Dauertestamentsvollstreckung 30 Jahre nach dem Erbfall endet. Wenn über diesen Zeitraum hinaus eine Mitwirkung erwünscht ist, muss der Testamentsvollstrecker selbst Mitglied der Organe der Stiftung sein.

Haben Sie Fragen? E-Mail an die Stiftung

« Entstehen Kosten für die Anerkennung der Stiftung?     Welche Aufgaben übernimmt der Treuhänder? »

Themen

Links

Feeds