Die Versorgung des Stifters und seiner Familie

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Immer mehr Unternehmer und Privatpersonen bringen ihr Vermögen zur Nachfolgeregelung in eine Stiftung ein. Dabei ist zu beachten, dass nur 1/3 der Stiftungsmittel an den Stifter und dessen Familie gehen können. Es muss deshalb gestaltend geklärt werden, wie darüber hinaus, der Stifter und seiner Familie abgesichert und versorgt werden kann. Hierbei gibt es insbesondere den Nießbrauch und eine Kombination von Schenkung / Auflage / Familienstiftung als Lösungsansatz.

Mit einem Nießbrauch kann sich der Stiftung für sich und andere Personen ein Nutzungsrecht an dem übertragenen Vermögen (Unternehmen, Immobilie u. ä.) vorbehalten. Das Vermögen wird Stiftungseigentum. Die Nutzungen und Früchte (beispielsweise die Mieterträge) verbleiben aber beim Stifter oder einer dritten Person. Bedeutsam ist dabei, dass bei Übertragung des Vermögens kein Nießbrauch zu 100% denkbar ist, da die Stiftung selbst für sich Erträge erwirtschaften muss. Eine Quote von 50% ist aber durchaus üblich. Probleme treten aber insoweit auf, als die Absicherung von den Nießbrauchserträgen abhängig ist und damit schwanken kann. Außerdem erlischt der Nießbrauch mit dem Tod des Nießbrauchsberechtigten, sodass irgendwann keine weitere Versorgung späterer Generationen mehr stattfindet.

Eine andere Alternative ist, dass der Stifter eine gemeinnützige Stiftung und eine Familienstiftung gründet, mit der Auflage, dass erstere Erträge von z. B. 25% an die Familienstiftung jährlich auskehrt und zwar solange, bis das Vermögen der Familienstiftung einen bestimmten Betrag erreicht. Ist der Betrag erreicht, verbleiben alle Erträge bei der gemeinnützigen Stiftung. Die nicht gemeinnützige Familienstiftung darf die Erträge und Vermögensteile an die Familie auskehren. Dadurch ist eine flexible Versorgung der Familie erreicht. Wird durch Ausschüttungen und Auszahlungen aus der Familienstiftung der Sockelbetrag wieder unterschritten, lebt die Ertragsübertragung der gemeinnützigen Stiftung wieder auf.

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