Vorteile der Verbrauchsstiftung

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Kennzeichnend für die Verbrauchsstiftung ist, dass sie nicht nur die Erträge, sondern das gesamte Grundstockvermögen für die Förderung ihrer Zwecke einsetzen kann. Dies bietet verschiedene Vorteile:
- Kleineres Grundkapital: Bei einer Förderung ausschließlich aus den Zinserträgen ist ein hohes Grundkapital erforderlich, um eine nennenswerte Fördersumme zu erwirtschaften.

- Kein Überleben des Stiftungszieles: Herkömmliche Stiftungen sind sozusagen auf die Ewigkeit ausgelegt. Eine langfristige, effektive Förderung bestimmter Ziele lässt sich aber nur schwer kalkulieren. Innerhalb von 100 Jahren nach der Errichtung der Stiftung kann das geförderte Stiftungsziel an Bedeutung verloren haben oder das Stiftungsvermögen, z.B. infolge von Finanzkrisen, Inflation oder aufgrund schlechter Vermögensverwaltung so dezimiert sein, dass keine effektive Förderung mehr möglich ist. Ein Weiterbestehen der Stiftung läge dann womöglich nicht im Interesse des Stifters, es ist aber nicht sichergestellt, dass es zu einer Auflösung kommt.

- Kontrolle der Verwaltung: Die beschränkte Lebensdauer der Verbrauchsstiftung bietet auch den Vorteil, dass der Stifter meist vollständig die spätere Verwaltung des Stiftungsvermögens bestimmen kann. Bei einer herkömmlichen Stiftung kann nur die Erstbesetzung der Organe festgelegt werden. Es ist oft nicht gewährleistet, dass auch die spätere Verwaltung in seinem Sinne erfolgt. Eine Verbrauchsstiftung, die z.B. 30 Jahre nach der Errichtung wider erlischt, kann dagegen oft für die gesamte Dauer ihres Bestandes durch den vom Stifter bestimmten Vorstand oder eine Institution betreut werden.

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