Treuhänderische Stiftung als Mitunternehmerin: Zurechnung einer Kommanditbeteiligung und Veräußerung des Mitunternehmeranteils

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Ist aufgrund testamentarischer Stiftungsauflage dem wirtschaftlich selbständigen Zweckvermögen der - mit Eintritt des Nacherbfalls errichteten - treuhänderischen Stiftung eine Kommanditbeteiligung zuzurechnen, ist die Stiftung auch dann als Mitunternehmerin anzusehen, wenn sie bis zur Veräußerung der Beteiligung keine Kenntnis von der Nacherbschaft hatte und die Gesellschaftsrechte nur durch den Testamentsvollstrecker bzw. den Treuhänder ausgeübt werden konnten.

Ist eine treuhänderische Stiftung von Beginn ihrer steuerlichen Existenz an im Umfang einer Kommanditbeteiligung als einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb körperschafteuerpflichtig, erzielt die Stiftung durch die Veräußerung des Kommanditanteils einen gewerblichen Veräußerungsgewinn nach § 16 Abs. 1 Nr. 2 EStG. Die Regelung des § 13 KStG findet auf die Veräußerung eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs keine Anwendung.

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