Was ist die Erbersatzsteuer?

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Die Erbersatzsteuer stellt eine Art der fiktiven Erbschaftssteuer dar. Obgleich die Errichtung einer Familienstiftung von Todes wegen erbschaftssteuerpflichtig ist, wird das Vermögen durch die Einbringung in die Stiftung dem Familienvermögen entzogen, sodass es bei weiteren Erbfällen nicht mehr der Erbschaftssteuer unterliegt. Die Erbersatzsteuer fingiert eine Vermögensübertragung durch Erbfolge im regelmäßigen Turnus von 30 Jahren.
Nach § 1 Abs.1 Nr. 4 ErbStG sind der Erbersatzsteuer inländische Stiftungen unterworfen, die wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien errichtet sind. Ausländische Familienstiftungen unterliegen der Erbersatzsteuer also auch dann nicht, wenn sie inländisches Vermögen haben. Dagegen ist das gesamte zum Stichtag vorhandene Vermögen der inländischen Familienstiftung, einschließlich ausländischen oder nicht familienbezogener Vermögensanteile, bei der Bewertung heranzuziehen.
Die Höhe der Erbersatzsteuer richtet sich nach den Tarifsätzen der Steuerklasse 1 des ErbSTG. Dabei werden fiktiv 2 Kinder angenommen, sodass 2 Kinderfreibeträge abzugsfähig sind. Es ist nach § 24 ErbStG möglich, die Erbersatzsteuer bei einer Verzinsung von 5,5 % in 30 gleichen Jahresbeträgen zu zahlen.

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