Die Investition in einen geschlossenen Immobilienfonds

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Nachwievor wird Stiftungen eine Investition in geschlossene Immobilienfonds empfohlen. Die Praxiserfahrung des Autors steht einer solchen Anlageempfehlung allerdings entgegen, da es sich nicht um eine sichere Immobilienanlage, sondern eine Investition in eine Gesellschaftsbeteiligung handelt. Folgende Risikosituationen sollten beachtet werden.

Wenn der geschlossene Immobilienfonds nicht vermögensverwaltend, sondern gewerblich tätig wird, kann die steuerliche Anerkennung in Bezug auf die Stiftungstätigkeit scheitern. Gleichzeitig muss beachtet werden, dass es sich nicht um eine Anlage in ausschließlich thesaurierende Fonds handelt, da in diesem Fall durch die Stiftung keine Erträge für die Stiftungstätigkeit erzielt werden können. Weiterhin müssen die Unterlagen vor einer Investition geprüft werden, insbesondere der Fondsprospekt mit Blick auf die handelsrechtlichen und steuerlichen Prognosen. Zentrales Risiko ist dabei, dass die Fonds zwar mit jährlichen Ausschüttungen werben, diese Auszahlungen aber in der Regel als eine Eigenkapitalrückgewähr nach § 172 Abs.4 HGB zu qualifizieren sind. In diesem Fall muss die Stiftung solche Erträge ggf. in späteren Jahren wieder einbezahlen. In Höhe dieser Beträge würde also die persönliche Außenhaftung der Stiftung wieder aufleben. Weiteres Problem ist die Frage der Nachvollziehbarkeit der Mittelverwendung und die Frage des Kapitalerhalts.

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