Pflicht zur Sparsamkeit bei Vermögensverwaltung

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Im Wesentlichen sind die Stiftungsorgane frei in der Verwaltung des Stiftungsvermögens. Bei allen Tätigkeiten der Stiftung ist aber unter anderem das Gebot der Sparsamkeit zu beachten. Dies erfordert zum einen eine effiziente und Kosten sparende Organisation der Stiftungstätigkeit, zum anderen folgen hieraus auch gewisse Vorgaben für die Verwaltung des Stiftungsvermögens. Es muss grundsätzlich mit möglichst geringem finanziellem Aufwand ein möglichst großer Nutzen für den Stiftungszweck erreicht werden. Dies gilt auch bei der Anlage des Stiftungsvermögens. Insbesondere sind somit bei der Auswahl von Anlagedienstleistern sowie Anlageprodukten die jeweiligen (auch versteckten) Kosten und Nutzen für die Stiftung in Verhältnis zu setzen. Insgesamt kommt jedoch den Stiftungsorganen ein Ermessensspielraum zu, eine Sparsamkeit um jeden Preis ist nicht notwendig. Auch wenn grundsätzlich die Verwaltung des Stiftungsvermögens zu den Kerntätigkeiten der Stiftungsgeschäftsführung zählt, ist deswegen auch eine Übertragung der Verwaltung auf einen externen Dienstleister nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Notwendig ist aber, dass damit deutliche Vorteile für die Stiftung einhergehen, die den Kostenaufwand aufwiegen.

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