Verwaltung einer Stiftung durch Behörden?

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Der Stifter kann durch das Stiftungsgeschäft die Verwaltung der Stiftung auch auf eine Behörde übertragen. Ein Beispiel hierfür stellen die sog. “kommunalen Stiftungen” dar, die meist durch die Organe der jeweiligen Gebietskörperschaft verwaltet werden. Dadurch wird die Stiftung nicht Teil der öffentlichen Verwaltung, sondern sie bleibt eine selbstständige Stiftung des Privatrechts. Sie unterliegt auch grundsätzlich weiterhin der Stiftungsaufsicht (vgl. z.B. Art. 20 Abs.3 Bayrisches Stiftungsgesetz).Die internen Beziehungen zwischen der Stiftung und der Behörde, z.B. die Beschlussfassung, richten sich dann aber nach öffentlichem Recht (§ 86 BGB).
Eine behördliche Verwaltung der Stiftung gegen den Willen des Stifters ist nicht zulässig, allerdings kann in manchen Fällen die Aufsichtsbehörde in die Verwaltung der Stiftung eingreifen.

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