Was ist ein Stiftungsrat und wann ist dieser erforderlich?

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Der Stiftungsrat (oft auch als Beirat oder Kuratorium bezeichnet) kann als Kontrollorgan einer Stiftung eingesetzt werden.
Dies ist keineswegs zwingend. Gesetzlich ist nur die Bestellung eines Vorstands für die Stiftung vorgesehen. Es kann aber sinnvoll sein, durch Satzung weitere Organe vorzusehen, vor allem wenn die Stiftung umfangreiche Aufgaben wahrnimmt. Die Satzung bestimmt auch die Besetzung und die Befugnisse des Stiftungsrates. Oft möchte der Stifter selbst dem Kontrollorgan vorstehen. Dies ist möglich, allerdings ist es in jedem Fall ausgeschlossen, dass man zugleich Mitglied des Kontrollorgans und des Vorstandes ist. Möchte der Stifter seine Stellung im Rahmen der Stiftungsorganisation in der Satzung auf Lebenszeit verankert wissen, muss er sich daher für ein Organ entscheiden. Eine zeitlich aufeinanderfolgende Tätigkeit in beiden Organen ist aber möglich.
Die Funktionen des Stiftungsrates orientieren sich oftmals an denen eines Aufsichtsrates einer AG. Häufig zählt zu seinen Aufgaben z.B. die Billigung der Jahresabrechnung, die Kontrolle der Verwendung der Stiftungsmittel sowie die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern. Durch Satzung können ihm aber auch andere Aufgaben übertragen werden. Die Vertretung der Stiftung kann ihm aber nicht übertragen werden, da diese stets durch den Vorstand wahrgenommen wird. Auch in die Geschäftsführung durch den Vorstand kann der Stiftungsrat nur begrenzt eingreifen. Entscheidend ist, dass die Satzung die Funktionen und Aufgaben der einzelnen Organe so klar bestimmt, dass Kompetenzkonflikte nicht entstehen können.

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