Welche Rechtsgeschäfte der Stiftung müssen durch die Aufsichtsbehörde genehmigt werden?

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Nicht nur die Stiftungsgründung erfordert eine Genehmigung der Aufsichtsbehörde, auch bei einzelnen Rechtsgeschäften der Stiftung kann eine Genehmigung erforderlich sein.
Wann dies der Fall ist, ergibt sich aus dem jeweiligen Landesstiftungsgesetz. Für Bayern bestimmt z.B. Art. 19 BayStiftG eine Genehmigungspflicht für:
- die Annahme von Zustiftungen, die mit einer Last verknüpft sind oder einem anderen Zweck als die Stiftung dienen sollen;
- den Abschluss von Verträgen, die ein Einstehen der Stiftung für fremde Schuld zum Gegenstand haben (z.B. Bürgschaftsverträge)
- sowie im Regelfall für Rechtsgeschäfte, an denen ein Mitglied eines Stiftungsorgans persönlich oder als Vertreter beteiligt ist und bei denen daher die Gefahr einer Interessenkollision droht.
Üblich sind auch Genehmigungsvorbehalte für Satzungsänderungen oder für Rechtsgeschäfte, die eine Veräußerung oder Veränderung von besonders erhaltenswerten Vermögensgegenständen  betreffen.

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